Portugal Juni/Juli 2009


Nach 2 Tagen stressigem packen und runterschleppen ins Womo sind wir pünktlich am 15.06.09 gegen 9:00 Uhr in Gilching abgefahren. Es ging auf die Autobahn A96 Richtung Lindau. Vor Lindau sind wir dann nach Bregenz abgefahren und bei St.Magarethen in die Schweiz eingefahren. Dort wurde schnell die Vignette für die Schweizer Autobahn gekauft und schon ging es weiter Richtung St. Gallen. Gegen 16:00 Uhr haben in Morges am Genfer See den Campingplatz "Petit Bois" erreicht. Der Platz liegt sehr schön direkt am See, zwischen Lausanne und Genf.
  
Rauf auf die Autobahn, bei bewölktem Himmel, Richtung Genf. Um 10:30 Uhr haben wir den Grenzübergang nach Frankreich in Bardonnex überquert. Weiter ging es auf der Autobahn Richtung Paris nach Bourg en Bresse.
  
  
Gegen 16:45 Uhr sind wir dann in Digoin angekommen. Dort haben wir erst mal in einem riesen Supermarkt eingekauft und sind dann weiter zu unserem Standplatz für die Nacht gefahren. Der ist nur 2 Km entfernt gewesen und liegt direkt an der Loire. Mittlerweile hat es heftig angefangen zu regnen, aber ein kleiner Spaziergang mit den Hunden musste schon noch sein
  
  
  
Los ging es am nächsten Tag auf die Schnellstrasse Richtung Guéret. Es war noch immer bewölkt und nur 14 Grad warm. Gegen 14:00 Uhr sind wir in dem Ort Souillac auf einen Womo Parkplatz gefahren. Nachdem wir uns in dem Städtchen die Beine etwas vertreten haben, gab es noch einen Kaffe in einer kleinen Bar. Das Wetter war zwischenzeitlich viel besser, es schien die Sonne und war schön warm.
  
  
  
  
Los ging es am nächsten Tag recht früh, Richtung Cahors-Agen-Bayonne-Biarritz und über die Grenze nach Spanien bei Hendaye. Wir fuhren an San Sebastian vorbei, alles über wunderbar ausgebaute Schnellstrassen, so dass wir sehr zügig vorankamen. Von der Ausfahrt Argomaniz ging es ca. 2,5 Km bis zu einem herrlich gelegenen Naturpark mit großem Stausee. Dort schlugen wir unser Nachtlager bei heißen 30 Grad auf. Gegen 19:00 Uhr hat uns wieder mal ein gewaltiges Gewitter mit sintflutartigem Regen erwischt. Aber nach ca. 2 Std. war alles wieder vorbei und es hat uns nicht weggeschwemmt.
  
  
  
  
  
  
  
Es ging wieder auf die Schnellstraße Richtung Burgos-Valladolid und zur Portugiesischen Grenze. Gegen 14:30 Uhr sind wir dann in Portugal eingefahren. Der Grenzübergang liegt herrlich an einem großen Stausee umrahmt von riesigen Granitfelsen so weit das Auge reicht. Über eine kleine Straße (die wohl noch aus den Zeiten der Römer stammt, so löchrig wie die war, ging es in den Ort Miranda do Douro. Hier haben wir uns dann den Übernachtungsplatz an der alten Stadtmauer angesehen, da es dort aber keinen Schatten gab und es über 30 Grad heiß war, sind wir weiter auf einen kleinen Campingplatz am Ortsrand gefahren.
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
Am nächsten Morgenn, nach einer erfrischenden Dusche ging es los Richtung Braganca. Dort sind wir gegen 11:30 Uhr angekommen. Wir haben das WoMo im Schatten geparkt und sind ca. 1:45 Std. durch den Ort gelaufen. Wir haben Postkarten, Zigaretten und frisches Brot gekauft, haben uns dann in ein Cafe gesetzt und 2 Espresso für 1 € ! getrunken. Am Nachmittag ging es dann weiter nach Vila Real.
  
  
  
  
  
  
Frisch gestärkt ging es weiter Richtung Viseu nach Guarda. Dies ist die am höchst gelegene Stadt in Portugal, auf 1060 Mtr. Höhe. Ganz in der Nähe ist auch der höchste Berg Portugals, der Torre mit knapp 2000 Meter. Anschliessend sind wir nach Valhelhas weiter getuckert. Dort auf dem kleinen Campingplatz, direkt an am Rio Zezero, haben wir unser Lager unter Schattenspendenen Bäumen aufgeschlagen.
  
  
  
  
  
  

Weiter ging es am nächsten Tag nach Tomar-Alvaiazere zu Juttas Schwester, die dort seit 5 Jahren lebt. Nach einer herzlichen Begrüssung nahmen uns gleich die 7 Wochen alten Hundewelpen in Beschlag. Wir blieben dort dann für eine Woche bevor wir weiter an die Algarve fuhren.
  
  
  
  
  

Wir besuchten ein Stadtfest in Entrocamento weil dort ein Konzert mit Joan Pedro Pais (ein ganz bekannter Künstler in Portugal) stattfand. Es war ein sehr gelungener Abend mit einem herrlichen Feuerwerk zum Abschluss des Festes. Am nächsten Tag haben wir uns dann Tomar angesehen.
  
  
  
  

Leider war das Wetter nicht so berauschend als wir weiter Richtung Westküste fahren wollten. Es regnete wie aus Eimern und so verzögerte sich unsere Abfahrt bis Mittag, da wir bei diesem Platzregen das Womo nicht einräumen konnten, da alles tropfnass war. Gegen Mittag ließ der Regen nach und wir verstauten schnell alles, bevor es wieder anfing zu regnen. Letztendlich fuhren wir dann gegen 12:45 Uhr los, mit Ziel Vila Nova de Milfontes, an der Westküste Portugals. Gegen 17:00 Uhr rollten wir auf einem schönen Campingplatz ein und schlugen unser Lager für die Nacht auf.
  
  
  
  

Zwei Ziele standen heute auf dem Programm. Wir fuhren die Küste entlang zu dem Ort Carrapateira. Dort befindet sich am Atlantik die Riesendüne am Praia do Bordeira.
  
  
Wir unternahmen wir einen Spaziergang mit den Hunden am herrlich gelegenen Strand und bewunderten die sehenswerte Landschaft. Anschließend genossen wir eine ausgiebige Brotzeit, bevor es weiter ging zu unserem nächsten Etappenziel, den Süd-Westlichsten Punkt Europas dem "Cabo de Sao Vicente".
  
  
Vorbei an dem malerisch gelegenen Städtchen Sagres führte uns die Straße direkt zu dem Leuchtturm an der Spitze Portugals. Eine atemberaubende Steilküste, von der man auf der einen Seite nach Afrika blickt und auf der anderen Seite Richtung Amerika schauen kann.
  
  
  
  
Das Highlight war aber "Die letzte Bratwurst vor Amerika", ein Imbiss mit original Nürnberger Rostbratwürsten, der von Deutschen dort seit 13 Jahren betrieben wird. Wir wollten natürlich unbedingt diese Wurst genießen und bekamen dazu auch noch ein Zertifikat, dass wir dort die letzte Bratwurst vor Amerika gegessen haben.
  
  
Es ging dann wieder ein Stück zurück nach Sagres Richtung Autobahn, da wir am Abend einen Campingplatz in Albufeira ansteuern wollten um dort, mitten in der Algarve, 2 Tage zu verbringen.
  
  
  
  
Jutta stellte dann mal in den Raum, dass man nach dem wir so früh dran sind, evtl. über den Gardasee nach Hause fahren könnte. Aber das entscheiden wir erst in ein paar Tagen wenn wir Spanien und Frankreich hinter uns haben und vor Genf sind.
  
  
  

Wir verlassen nun die Algarve und leider auch Portugal und fahren auf der Autobahn Richtung Faro zur spanischen Grenze. Gegen 11:45 Uhr sind wir dann in Spanien über die große Hängebrücke an der Grenze gefahren. Nun lagen viele Km spanische Autobahn vor uns. Unsere Strecke führte uns zuerst nach Sevilla und weiter nach Cordoba, dass wir gegen 16:00 Uhr passierten. Zwischen Cordoba und Madrid haben wir dann die Autobahn verlassen, um zu unserem geplanten Übernachtungsplatz zu fahren.
  
  
  
  
  
  

Es ging wieder auf die Autobahn Richtung Madrid, dass wir gegen 13:15 Uhr passierten. Die Fahrt ging durch eine unwirkliche Landschaft. Nichts zu sehen und nur Mini Orte an der Autobahn.
  
  

Heute geht es weiter Richtung Frankreich. Gegen 14:45 Uhr haben wir die Grenze nach Frankreich überquert und sind zu der Ortschaft Dax, ca. 30 Km nach Biarritz gefahren. Dort wollten wir zuerst einen Wohnmobilstellplatz für die Nacht suchen, jedoch war der ausgewiesene Platz leider schon voll belegt. Kein Problem, nach 5 Km haben wir dann einen Campingplatz gesichtet, auf den wir dann gefahren sind.
  
  
  

Nachdem uns am frühen Morgen ein Gewitter geweckt hat, sind wir bereits um 07:30 Uhr aufgestanden. Daher kamen wir bei leichtem Regen schon gegen 09:00 Uhr vom Campingplatz weg. Es ging zuerst auf die Autobahn nach Bordeaux. Weiter, abseits der Autobahn, durch die schöne französische Landschaft über Angloueme-Limoges-Guéret nach Jernages. Hier haben wir auf einem Wohnmobilstellplatz an einem kleinen See unser Lager für die Nacht aufgeschlagen.

  
  
  
  
  

Heute war wieder eine längere Strecke zu fahren angesagt, denn wir haben gestern Abend beschlossen, über Italien und den Gardasee Richtung Heimat zu fahren. Also ging es früh los Richtung Monclucon-Macon-Genf. Auf einem kleinen Campingplatz in Chamonix haben wir dann unser Nachtlager bezogen. Leider regnet es, daher kann man die herrliche Berglandschaft und die Gletscher nicht richtig sehen.

  
  
  
  
Es sind zum Mont Blac Tunnel nur noch ca. 15 Km, den wir morgen durchfahren müssen. Dann geht es weiter Richtung Mailand-Venedig. Bis zu unserem Ziel, Lazise am Gardasee, sind es lt. Navi 380 Km.
  
  
  
Durch das Aostatal ging es weiter Richtung Turin und Mailand, dass wir gegen Mittag passierten. Mittlerweile war es auch wieder richtig heiss, bei 32 Grad. Am Nachmittag haben wir dann unser Ziel, Lazise am Gardasee erreicht. Da mittlerweile Hauptsaison ist, war der riesige Campingplatz den wir schon vom letzten Jahr her kannten, voll bis unter den letzten Baum. Es fand sich für uns aber dennoch ein Plätzchen
  
  

Leider geht jeder Urlaub einmal zu Ende und so mussten wir am 12.07.09 auch wieder die Heimreise antreten. Über die Brennerautobahn ging es nach Österreich und zurück nach München.
  

                          
Nachtrag:
Insgesamt sind wir in knapp 4 Wochen ca. 6.800 Km gefahren, haben viel gesehen und erlebt. Wir würden die Reise aber auf jeden Fall wieder so machen, da es doch ein unvergessliches Erlebnis bleiben wird.
Unser neues Womo hat die grosse Fahrt mit Bravur bestanden, einziger Ausfall war eine defekte Sicherung für die 12V Steckdose am Küchenblock.
© 2008 Horst & Jutta Reisnecker